Gefahr durch Grannen

Grannen – versteckte Gefahr für Hunde und andere Tiere

Grannen sind feine, borstige Fortsätze, die am Endstück vieler Gräser sitzen. Besonders häufig treten sie bei Gerste und der Mäusegerste auf. Diese harten Borsten sind mit winzigen Widerhaken ausgestattet, die sich leicht im Fell, in der Kleidung oder sogar in der Haut festsetzen. Fährt man mit den Fingern darüber, spürt man sofort die raue, borstige Struktur.

Warum Grannen so gefährlich sind

Für Gräser sind Grannen ein cleverer Verbreitungsmechanismus:
Sie haken sich im Fell von Tieren ein und transportieren so ihre Samen an neue Orte.
Die Gefahr ist besonders hoch im Spätsommer und Herbst, wenn die Ähren trocken, reif und goldgelb sind – dann brechen sie leicht ab und verhaken sich an allem, das sie berührt.
Im Frühjahr dagegen, solange sie noch grün und weich sind, sind sie meist harmlos, da sie nicht so leicht abbrechen.

Mäusegerste – klein, aber riskant

Die Mäusegerste ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Gersten innerhalb der Süßgräser. In Österreich werden ihre Grannen auch „Schliafhansl“ genannt.
Das Gefährliche: Mäusegerste wächst oft kleinwüchsig am Wegesrand – und stellt somit selbst für Hunde ein Risiko dar, die gar nicht durch dichte Getreidefelder laufen. Schon ein kurzer Kontakt kann ausreichen, damit sich Grannen ins Fell oder zwischen den Zehen setzen.

Lange Grannen bei Federgräsern

Neben der Mäusegerste gibt es auch Gräserarten mit besonders langen Grannen, wie zum Beispiel das Echte Federgras. Diese können sich noch leichter in Fell oder Haut festsetzen und sind daher ebenfalls eine Gefahr für Tiere.

Fazit:
Achte besonders in den warmen Monaten auf Spazierwegen, Feldern und Wiesen auf Grannen. Regelmäßige Fellkontrollen bei deinem Hund können verhindern, dass die widerhakenartigen Borsten tiefer ins Gewebe eindringen und zu Verletzungen führen.